Derivatehandel, Handeln mit Derivaten

Derivate sind beispielsweise an der Börse gehandelte Rechte. Die unterschiedlichen Marktpreise lassen sich von Entwicklung anderer Anlageinstrumente, also dem Basiswert ableiten. Hier wird der Wert nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern von der Kursentwicklung abgeleitet. Beim Derivatenhandel sind einige Punkte zu berücksichtigen.

Zu beachten bei dem Handel mit Derivaten

So müssen beispielsweise die Kosten berücksichtigt werden. Zum einen entstehen die direkten Kosten, welche die Gebühren darstellen. Zum anderen müssen auch die indirekten Kosten beachtet werden. Diese können mit ausschlaggebend auf den Gewinn sein. Jedoch sind die indirekten Kosten häufig so gering, das sie nur einen kleinen Teil einnehmen und sprechen somit für den Handel mit Derivaten.

Unterscheidungsmöglichkeiten im Derivatenhandel

Es kann beim Derivatehandel in verschiedene Möglichkeiten unterschieden werden. Beispiele hierfür sind Scalper, Intraday- Trader, Position- Trader und Hedger.
Scalper spielt im Derivatehandel folgende Rolle, dieser begnügt sich oftmals mit einem geringen Punktegewinn und benötigt dafür jedoch nur niedrigen Gebühren. Bei dem Intraday- Trader handelt es sich um einen Spekulant. Dieser stellt im laufe des Tages seine Positionierung wieder glatt, was zur Folge hat, dass das Risiko eines Gewinnverlustes außerhalb der Börsenzeiten nahezu ausgeschlossen sind. Der Position- Trader dieser hat ebenfalls einen spekulativen Ansatz, kann jedoch über Nacht und bis zu mehreren Tagen hin seine Position beibehalten. Vorteil hier ist, das die Gewinne höher liegen als bei dem Intrady- Trading. Die Aufgabe des Hedgers ist es bereits bestehende Gewinne, oder Zinsen abzusichern. Hier liegt kein Risiko für die gehedgte Postion vor.

Handel mit Derivaten im Internet

Hierfür kann ein Depot online angelegt werden. Dieser bietet den Vorteil schnell und sicher mit Derivaten zu handeln. Dies wird häufig über die eigene Hausbank, oder einer Online- Bank getätigt. Voraussetzung für den Handel mit Derivaten im Internet ist die Termingeschäftsfähigkeit. Dies ist ein Formular, das entweder online oder direkt bei der Bank auszufüllen ist. In diesem Formular geht es darum, das der Anleger, der mit spekulativen Derivaten handelt über die Risiken und eventuellen Verluste aufgeklärt wurde und die Bank vor Schadensersatzansprüchen geschützt wird.

Kurzes Beispiel für den Derivatehandel

Wenn zum Beispiel in Hebelzertifikate angelegt wird, so kann der Anleger in jeder Marktphase gute Chancen nutzen und wegen der Hebelwirkung mit geringem Kapitaleinsatz hohe Gewinne erzielen. Allerdings sind diese Hebelzertifikate sehr riskant. Aber durch geringen Kapitaleinsatz führt eine Fehlspekulation nicht zu einem finanziellen Ruin.

Mit Hilfe von Short- Zertifikaten kann auch im negativen Markttrend erfolgreich profitiert werden. Dazu müssen jedoch zwei Punkte beachtet werden. Einmal die Risikominimierung sowie die Verlustminimierung. Für die Risikominimierung bei dem Handel mit Derivaten sollte eher in Short- Zertifikaten investiert und ein maximaler Prozentsatz im spekulativen Depot festgelegt werden. Um eine Verlust möglichst zu minimieren ist die Investition in Hebelzertifikate nur für Erfahrene Anleger empfehlenswert. Da wegen der Knock- Out- Barriere ein Totalverlust jeder Zeit möglich ist.

Ein weiterer Punkt der zu beachten ist bei einem Hebelzertifikat ist die Trend-Strategie. Diese ist bei einem Handel mit Derivaten von größerer Bedeutung, da hier zum Beispiel die Entwicklung des jeweiligen Trends beobachtet wird um herauszufinden ob die Entwicklung positiv, oder negativ verläuft. Vor allem sollte man vor dem Einstieg in den Wertpapierhandel einen Brokervergleich durchführen und das für sich passende Wertpapierdepot auswählen.